Archiv der Kategorie: Selbstbild

What am I?

Am I just a machine, supposed to die?
Am I just some guy giving work for some others?
Am I just a handicapped, supposed to fade out? Feels like, right now.
Am I just a crippled soul not being able to see what’s black and what’s white?
Am I just some useless grain of dust poking around in the universe, without any true aim?
Am I just a worker, only functioning?
Am I just a cover, without any depth?

What am I?

I am everything of the above. Yet, none of those sentences describes me well. I am alive. Getting more alive each single day. Feeling deeper, living more true, more according to my needs. Against all odds.

Verstärker.

Hallo zusammen,

nun ist es gut zweieinhalb Monate her, dass ich meinen letzten Beitrag geschrieben habe. Viel zu lange. Ich habe es einfach nicht geschafft, es ist viel los gewesen und es hat mir mal wieder an Motivation gefehlt. Schade, da mir das Schreiben gut tut, es hilft mir, meine Gedanken zu sortieren und es ist schön, euch an meinem Leben ein kleines bisschen teilhaben zu lassen.
Nun ja, jetzt also der nächste Versuch, wieder mit dem Schreiben anzufangen. Die letzten Monate waren für mich sehr bewegt, sodass es eigentlich genug zu schreiben gegeben hätte. Nur hatte ich einerseits kaum die Ruhe und dauernd anderes im Kopf und andererseits immer noch und immer wieder meine Punkte des letzten Jahres doch wieder oft sehr präsent. In dem, was im letzten Jahr alles passiert ist, steckt so viel drin, von dem ich lernen und an dem ich wachsen kann, dass ich es mich noch eine ganze Weile lang beschäftigen wird. Erst in den letzten Tagen habe ich genug Abstand gewonnen und meine Widerstände genug bearbeitet, um sie soweit loslassen zu können, dass ich jetzt traurig bin oder besser gesagt sein kann. Das ist eine Gnade, die erlösend ist, aber natürlich tut das auch weh, logisch, sonst müsste ich ja nicht trauern. Ich bin traurig darüber, dass etwas kaputt gegangen ist, das mir sehr wichtig und das mich in großem Umfang verändert. Das ist die eine Seite. Die andere Seite, weswegen ich traurig bin, hängt am gleichen Punkt und hat damit zu tun, dass ich nicht erkannt habe, was etwas gewesen ist und ich so dessen Zerbrechlichkeit nicht recht wahrnehmen konnte und wenn, dann konnte ich es nicht dabei bewenden lassen, sondern musste mit dem Kopf durch die Wand und zarte Wurzeln so schädigen, dass ich mit dem Ergebnis nicht mehr klargekommen bin und in der Folge noch mehr kaputt gegangen ist.
Vieles davon ist ganz klar meinem Ego zuzuschreiben, das in manchen Ecken übergroß gewesen ist, um Komplexe und Ängste zu kompensieren. Da sind dann tief sitzende Ängste hochgekommen, die mit meiner Entwurzelung zu tun haben. Ganz arg weh tut mir gerade, dass sich der Mensch von mir abgewendet hat, der sich mir nach langer Zeit des Kennens in einer Weise geöffnet hat, die ich so nicht kannte und die mir viel gegeben hat. Ich habe das Vertrauen einmal zu oft überstrapaziert. Das ganze gegenseitige Verständnis und Vertrauen dem Altar meines Egos geopfert.
Andererseits bin ich langsam dabei, einerseits mir selbst zu verzeihen und andererseits Schuld beim Gegenüber zu suchen, halt die Widerstände loszulassen. Am Schluss war einfach alles zu verstrickt und kompliziert und im Kampf darum, zu mir selbst zurück zu finden, habe ich die Person schlecht behandelt. Das darf ich mir aber nicht weiter vorwerfen, schließlich habe ich das alles nie gelernt und es darum nicht besser hingekriegt.
Jetzt fühle ich wieder die alte Entwurzelung und Haltlosigkeit. Ich versuche, mich nicht gehen zu lassen, sondern mein Leben aktiv zu gestalten und so neue Chancen sehen und ergreifen zu können. Dennoch wünsche ich mir sehr, mit der Person reden zu können. Irgendwann.

Warum hat dieser Beitrag nun die Überschrift, die er hat? Vor ungefähr zwei Monaten war ich in der Kirche und habe mich nach dem Gottesdienst segnen lassen. Vor der Segnung hat man ein Kärtchen ziehen dürfen, mit einer Losung und einem Bibelspruch darauf. Auf der Karte, die für mich gezogen wurde, steht vorn “Verstärker.” drauf. In den letzten Tagen werde ich oft das Gefühl nicht los, mich damit anfreunden zu müssen, dass ich bei Menschen vorhandene Gefühle und Ängste in mir aufnehme und verstärke, ohne das selbst oft bewusst wahrzunehmen. Daraus werden dann oft schwierige Situationen für beide. Wenn das Gegenüber merkt, dass ich mir viele Gedanken mache und dann Sachen herunterschluckt oder gar schwindelt, ist das zwar sicherlich gut gemeint, aber auf Dauer leider wenig hilfreich, sondern treibt voneinander weg. Das ist bedauerlich, denn das, was verbindet könnte so viel stärker und größer sein, wird dann aber oft von Widerständen überlagert, die durch das gutgemeinte Verschweigen und Distanzieren entstehen.

Nun habe ich einen recht traurigen Beitrag an Ostersonntag verfasst. Die positive Seite daran ist, dass ich lerne. Ich lerne, das Leben zu leben. Mein Leben zu leben. Das toll. Es tut zwar sehr weh, tauschen mit dem, der ich früher war, möchte ich aber dennoch auf keinen Fall. Insofern passt dieser Beitrag eigentlich ganz gut zu Ostern und dessen ursprünglicher Bedeutung.

Ein gutes, offenes Miteinander und ein schönes friedvolles Osterfest wünscht
der grüne Albatros

Supercharge me!

Hallo ihr Lieben,

Ich sitze gerade im EC nach Tübingen. Habe dort einen Termin und lustigerweise habe ich vorhin erfahren, dass mein Daddy nun doch erst morgen in die Reha kommt, sodass er heute wider Erwarten doch noch in der Klinik in Tübingen ist. Eigentlich dachte ich, wir würden uns gerade verpassen. Mal wieder: Zufälle gibt es nicht. Da ich heute ohnehin hinfahre muss meine Mutter auch nicht extra hinfahren, wie sie bis zu unserem Telefonat vorhatte.

Gestern Morgen haben wir unsere Sammelbestellung Super Foods ausgepackt. Das war alles in dem Paket:

superfoodMegabestellung

Lauter Hardcore Energie- und Gesundheitsstoff, also Samen, Körner, Algen-, Gräser und Fruchtpulver und Beeren. Im Einzelnen war in dem Paket folgendes:

  • Baobab Fruchtpulver
  • Kokosmus
  • Chia Samen
  • Instant Supercharged Reishi Drink
  • Chlorella-Tabletten
  • Hanfsamen ungeschält
  • Muira Puama Pulver
  • Hanf Protein Pulver
  • Weizengraspulver
  • Gojibeeren
  • Spirulina-Tabletten

Warum ich das alles so detailiert aufliste? Weil diese Nahrungsmittel immer noch viel zu wenig bekannt sind; so oft werde ich ungläubig angesehen, wenn ich erzähle, dass ich meinem Müsli oder Smoothie Hanfsamen sind. Die Leute denken dann, das habe etwas mit Cannabis zu tun und meinen, das mache high. Dabei sind Hanfsamen eines der besten Lebensmittel, die man für Geld kaufen kann, da sie alle Aminosäuren enthalten. Außerdem schmecken sie wunderbar nussig, weswegen Hanfsamen bei mir in vieles reinkommen oder darüber gestreut werden.
Ähnliches gilt für Chia Samen, die recht neutral schmecken und so an prinzipiell alle Speisen gegeben werden können, ohne groß aufzufallen. Ich habe ja schon in einem früheren Beitrag kurz über Chia Samen und deren Wirkung geschrieben, immer wieder bin ich fasziniert davon, wieviel Energie bereits eine kleine Menge dieser tollen Körner liefert. Bei mir kommen Chia Samen ins Müsli und über den Salat, Außerdem mache ich mir immer öfter Chia Pudding, über den ich weiter unten ja schon geschrieben habe.
Gleich probiert habe ich gestern Morgen dann das Baobab-Pulver, welches ich noch nicht aus eigener Erfahrung kannte. Was soll ich sagen. Ein Teelöffel des gelben Pulvers, das aus den Früchten des gleichnamigen südafrikanischen Baums hergestellt wird, aufgelöst in einem Glas Wasser genügte, um mir eine neue Erfahrung zu bescheren. Zunächst schmeckte das Getränk ganz gut, etwas säuerlich, aber angenehm. Eine kurze Zeit später spürte ich dann die Wirkung dieser Mineralstoffbombe auf meinen Körper. Recht plötzlich war ich deutlich fitter, präsenter und konzentrierter. Das hielt den ganzen Vormittag an. Absolut genial. Ich habe ja oft mit Konzentrationsproblemen zu tun, weswegen ich mich fühlte, als hätte mir jemand mein Hirn zurück gegeben. Unbeschreiblich toll.

Damit möchte ich diesen Artikel schließen, der auch ein bisschen Mut machen soll, auch mal etwas Neues auszuprobieren. Es könnte sein, dass es dein Leben verändert. Und, wie heißt es so schön: Leben ist Veränderung. Alles ist immer in Veränderung. Wer sich dem nicht widersetzt, sondern freudig im Strom des Lebens mitspielt, der erlebt ungeahntes. Dessen Leben wird immer wieder auf den Kopf gestellt und dadurch auf die nächste Stufe gehoben.

Lasst es euch in diesem Sinne gutgehen,
der grüne Albatros

Freischwimmer

Einen wunderschönen guten Morgen liebe Leser,

es ist Samstagmorgen, kurz vor 7 Uhr. Ich kann nicht mehr schlafen. Was aber nicht schlimm ist, da ich mich wach und ausgeschlafen fühle. Fast ist es so, dass ich “platzen könnte vor Energie”. Das fühlt sich so gut an, besonders, da ich oft unausgeschlafen bin, weil ich nur zu oft schlecht schlafe, weil ich nicht abschalten kann. Ich fühle gerade deutlich, dass ich dabei bin, viele, was mich belastet und bedrückt, hinter mir zu lassen. 2014 ist mein Jahr! Dieses Jahr werde ich vollends zum Menschen. Weg vom Ja-Sager, der sich nicht traut, seine Meinung zu sagen, der sich hinter einem Schutzschild verstecken muss. Ich bin dabei, bei mir anzukommen. Das fühlt sich so gut an! Bin dabei, Gelassenheit und Zuversicht zu entwickeln, was beides unbezahlbar ist. Ich spüre gerade richtiggehend, wie das Leben in mir pulsiert, könnte weinen vor Freude.

Die letzten Monate sind enorm anstrengend gewesen. Es ist viel los gewesen. Innerlich wie äußerlich. Dabei bin ich an meine Grenzen gestoßen, teilweise war ich darüber hinaus. Ich habe mich über alle Maßen verrückt gemacht. Habe Ängste ausgestanden. Familiär bedingt in mir liegende Süchte ausgegraben und durchlebt. Das war schwierig und extrem Kräftezehrend. Für mich natürlich, aber auch für mein Umfeld. Die Menschen, die mir wichtig sind, denen ich vertraue und die, die mich begleiten, haben viel aushalten müssen. Waren mir eine große Hilfe. Auch, wenn das nicht immer so gewirkt hat.

Ich bin daran gewachsen. Ich mache gerade den Freischwimmer, werde unabhängig. Spüre, wie verloren geglaubte Fähigkeiten und Interessen wieder erwachen und wie ich mich verändere. Hin zum Guten.

Genug der Worte. Jedenfalls für Jetzt.

Danke an alle, die mir zugehört, widersprochen, mir den Spiegel vorgehalten und mich begleitet haben.

Herzlich,
Jochen

Pfanzlich

Hallo zusammen,

bestimmt könnt ihr es euch schon denken. Ich versuche gerade, mich möglichst weitgehend pflanzlich zu ernähren. Schon lange verschiebt sich meine Ernährung immer mehr in diese Richtung. Aktuell gipfelt das darin, dass ich nichts mehr für daheim einkaufe, was nicht pflanzlich ist. Das habe ich also hiermit öffentlich kundgetan. ;-)
Momentan habe ich noch Honig daheim — den brauche ich natürlich noch auf. Wäre ja sonst schade darum. Heute habe ich Spätzle gegessen, die ich noch im Gefrierfach liegen hatte, selbst gemacht von meiner Mutter. Wenn diese Vorräte vollends aufgebraucht sind, werde ich einen veganen Haushalt haben. Zumindest, was Lebensmittel angeht. Bei Kleidung sieht das bei mir nicht ganz so gut aus, aber da habe ich momentan auch nicht ganz so den Anspruch. Bei Putzmitteln und Pflegeprodukten dagegen sieht das in meinem Haushalt ganz gut aus. Hier kaufe ich schon lange vorwiegend Öko- bzw. Bioprodukte, die dann oft vegan sind. Meine Motivation ist da vor allem
Umweltschutz allgemein.

Gibt es eigentlich einen Begriff dafür, wenn sich jemand vorwiegend vegan ernährt? Für Jene, die sich üblicherweise vegetarisch ernähren und nur selten mal Fleisch essen, gibt es ja den Begriff “Flexitarier”. Aber wie nennt man Fast-Veganer?

Einen schönen Abend wünscht
der grüne Albatros

Energie!

Hallo zusammen,

heute melde ich mich endlich mal wieder. Die Funkstille war ja nun wirklich außerordentlich lange. Ich hatte viel um die Ohren, war einige Male unterwegs und war emotional stark involviert. Das war ich zwar Anfang des Jahres auch schon, aber diese Mischung aus Ereignissen und Emotionen hat es mir nicht möglich gemacht, mich dem Blog zu widmen. Das gehört nun der Geschichte an. Zwar weiß ich nicht, wie oft ich Zeit und Energie haben werde, zu schreiben, an der Lust und an Themen mangelt es jedoch nicht.

Heute möchte ich einen kurzen Beitrag zum Thema Ernährung verfassen. Als Wiedereinstieg, zum warmwerden, sozusagen. Außerdem als Zeichen dafür, dass es von nun an, anders, mit anderen Themen, weitergeht. Ernährung ist ja ohnehin ein großes Thema für mich. Seit einigen Jahren schon bin ich Vegetarier. Davor war ich längere Zeit Sympathisant fleischloser Ernährung und habe nicht allzu viel Fleisch gegessen. Den letzten Ausschlag dazu, konsequenter zu werden, gab eine Arte-Dokumentation über den US amerikanischen Konzern Monsanto, der den Markt gentechnisch veränderter Organismen beherrscht und mittels unlauterer Mittel sich eine immer bessere Position verschafft und Zigtausende (wenn nicht Millionen) Menschen in Not und Elend treibt. In meinen Augen ist das, was Monsanto treibt, eine riesengroße Schweinerei und eins der größten Verbrechen an Menschheit und Natur (sic!) Vielleicht schreibe ich darüber in einem späteren Post noch einmal ausführlicher.

Diese Woche hatte ich zwei Aha-Erlebnisse, was Ernährung angeht. Das erste fand am Mittwoch statt, einem Tag, an dem ich nicht übermäßig fit war, weil ich die Nacht davor mal wieder nicht allzu gut geschlafen hatte. Ging aber noch halbwegs. Da an dem Tag jedoch beruflich viel los und Termindruck da war, musste am Nachmittag eine Lösung her. Das Nachmittagstief bedrohte mich nämlich zusätzlich.Wohlweislich hatte ich am Morgen ein Päckchen Kokoswasser eingepackt, dessen Inhalt ich nun trinken konnte. Über Kokoswasser hatte ich kurz vorher mal wieder gelesen und dann am Mittwochmorgen beschlossen, dessen kolportierte Eigenschaften an diesem Tag zu testen. Kokoswasser ist die Flüssigkeit, die vor allem junge Kokosnüsse enthalten und es enthält wohl außerordentlich viele Elektrolyte, die konzentrationsfördernd und energiespendend wirken. Da ich vermutlich einen gegenüber Durchschnittsmenschen deutlich erhöhten Bedarf bzw. Verbrauch an Elektrolyten habe, konnte es ja nicht schaden, das mal auszuprobieren. Was soll ich sagen. Der Effekt war deutlich zu spüren. Ich fühlte mich mich recht schnell deutlich fitter und konzentrierter. Ich habe mich so konzentriert wie länger nicht gefühlt, ein Effekt, der bis in den Abend angehalten hat. Toll.
Das zweite Aha-Erlebnis, was Ernährung angeht, hatte ich gleich am Donnerstag. Habe am Mittwochabend zum ersten Mal Chia-Pudding gemacht. Chia ist eine südamerikanische Salbeiart, deren
Samen enorm viele Nährstoffe enthalten und die für viele Stunden Energie liefern. Schon seit einiger Zeit streue ich über meinen Salat oft einen Esslöffel Chia-Samen. Am Mittwochabend habe ich mal wieder Rezepte gestöbert und bin auf Chia-Pudding gestoßen. Gleich mal folgendermaßen gemacht:

  • 250 ml
  • Sojamilch
  • 4 EL Chia-Samen
  • 1 TL Kakaopulver

Gut verrühren, kalt stellen, fertig. Frappierend war, wie schnell das wie fest wird. Chia-Samen
quellen mit Flüssigkeit stark auf und binden stark. Am nächsten Morgen probiert und noch

  • 1 TL Kakaopulver und
  • 2 TL Agavendicksaft

dazu gegeben. So schmeckt das schön schokoladig. Von diesem Pudding habe ich dann am Mittag gegessen und eine ähnliche Wirkung gespürt, wie vom Kokoswasser. Also eine leckere, gesunde und energiespendende Alternative zu üblichem Pudding. Genau mein Ding also. ;-)

Damit möchte ich diesen Post schließen, der gar nicht so kurz geworden ist.

Schöne Grüße
Jochen