Einkaufsodyssee?

Hallo zusammen,

gestern war der allwöchentliche Einkauf dran. In letzter Zeit gehe ich sehr gerne im Hofladen der Gärtnerei Lenz einkaufen. Da sind die Lebensmittel einfach frischer, schmackhafter und zudem günstiger als in jedem Supermarkt (OK, vll. ist nicht alles günstiger, als beim Discounter, aber dafür qualitativ wesentlich besser).
Außerdem ist fast alles aus der Region, was ja aus diversen Gründen auch unterstützenswert ist.
Da die Gärtnerei in Handschuhsheim ist, fahre ich meist mit dem Auto dorthin.

Gestern war das Wetter aber mal wieder ganz schön, sodass ich mit den Öffentlichen gefahren bin. Also bei mir in die Straßenbahn gestiegen. Am Hauptbahnhof bin ich gefragt worden, ob wir nicht
aussteigen wollen, um in die Linie nach Handschuhsheim zu wechseln. Ich habe das verneint, da ich mit der Bahn, die bei mir fährt, aus Faulheit direkt fahren wollte. Geht nämlich, dauert nur etwas länger. Normalerweise jedenfalls. Woran ich nämlich nicht gedacht hatte, war, dass samstags ja manche nur bis zum Bismarckplatz fährt. Kurz nach dem Hauptbahnhof habe ich zufällig an der
Haltestellenanzeige gesehen, dass die Bahn nur bis zum Bismarckplatz fährt, och nöö. Also, gleich an der Bücherei ausgestiegen und auf die 21 gewartet, die auch nach Handschuhsheim fährt. Die beiden anderen Linien waren gerade durch, da kam die dritte Bahn. Die Uhrzeit hat gepasst, also nichts wie eingestiegen. Als die Bahn dann nicht zum Hauptbahnhof sondern die Montpellierbrücke hoch gefahren ist, sind Zweifel gekommen, ob das wirklich so passt. Eine Mitfahrerin hat uns
bestätigt, dass wir falsch sind, die 21 fährt samstags gar nicht, oh man. Also, flugs an der nächsten Haltestelle ausgestiegen. Gut, was machen wir nun, bis die nächste Bahn zurück kommt, dauert es bestimmt. So sind wir zum Bahnhof gelaufen, woraufhin uns kurz nach dem Loslaufen eine Bahn überholt hat. Na ja, der Weg ist ja das Ziel. Am Hauptbahnhof angekommen, waren wir gerade eine Dreiviertelstunde unterwegs — die Fahrt dauert normalerweise je nach Verkehrsmittel und Uhrzeit zwischen sechs und fünfzehn Minuten. Ein neuer Rekord? So, nach vier Minuten warten kam die passende Bahn und hat uns ohne weitere Zwischenfälle zur Zielhaltestelle gebracht.

Dort sind wir durch die Felderidylle zum Hofladen gelaufen. Lohnt sich echt, sich mal die Zeit zu
nehmen, zu Fuß dort hin zu gehen, ist echt schön und plötzlich recht still. Es ist auch faszinierend, was man dort alles für Pflanzen sieht. Wobei die Tomatenpflanzen in Gewächshäusern schon in der großen Mehrzahl sind. Da müssen viele tausend Tomaten gezüchtet werden. Ich muss unbedingt mal meine Kamera mit dorthin nehmen. Im Hofladen angekommen beim riesigen Angebot reichlich bedient. Es ist so toll, das viele frische Obst und Gemüse zu sehen! Die haben derzeit allein etwa 30 Sorten Tomaten. Mit vollem Rucksack den Heimweg wieder durch die Felder angetreten. Nun hat alles mit den Anschlüssen perfekt gepasst, wir mussten nicht einmal groß warten. Nach einem zweistündigen Ausflug zurück daheim angekommen und erst einmal alles ausgepackt. Das ist doch ein toller Anblick, oder nicht?

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So war das alles in allem ein trotz des Umstiegsstressses ein ganz schöner Ausflug mit toller Beute. Da hatte ich dann aber gleich Hunger, sodass es einen bunten Salat mit viel Gemüse gab, den ich im Garten gegessen habe.

In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Sonntagabend,
der grüne Albatros

Energie!

Hallo zusammen,

heute melde ich mich endlich mal wieder. Die Funkstille war ja nun wirklich außerordentlich lange. Ich hatte viel um die Ohren, war einige Male unterwegs und war emotional stark involviert. Das war ich zwar Anfang des Jahres auch schon, aber diese Mischung aus Ereignissen und Emotionen hat es mir nicht möglich gemacht, mich dem Blog zu widmen. Das gehört nun der Geschichte an. Zwar weiß ich nicht, wie oft ich Zeit und Energie haben werde, zu schreiben, an der Lust und an Themen mangelt es jedoch nicht.

Heute möchte ich einen kurzen Beitrag zum Thema Ernährung verfassen. Als Wiedereinstieg, zum warmwerden, sozusagen. Außerdem als Zeichen dafür, dass es von nun an, anders, mit anderen Themen, weitergeht. Ernährung ist ja ohnehin ein großes Thema für mich. Seit einigen Jahren schon bin ich Vegetarier. Davor war ich längere Zeit Sympathisant fleischloser Ernährung und habe nicht allzu viel Fleisch gegessen. Den letzten Ausschlag dazu, konsequenter zu werden, gab eine Arte-Dokumentation über den US amerikanischen Konzern Monsanto, der den Markt gentechnisch veränderter Organismen beherrscht und mittels unlauterer Mittel sich eine immer bessere Position verschafft und Zigtausende (wenn nicht Millionen) Menschen in Not und Elend treibt. In meinen Augen ist das, was Monsanto treibt, eine riesengroße Schweinerei und eins der größten Verbrechen an Menschheit und Natur (sic!) Vielleicht schreibe ich darüber in einem späteren Post noch einmal ausführlicher.

Diese Woche hatte ich zwei Aha-Erlebnisse, was Ernährung angeht. Das erste fand am Mittwoch statt, einem Tag, an dem ich nicht übermäßig fit war, weil ich die Nacht davor mal wieder nicht allzu gut geschlafen hatte. Ging aber noch halbwegs. Da an dem Tag jedoch beruflich viel los und Termindruck da war, musste am Nachmittag eine Lösung her. Das Nachmittagstief bedrohte mich nämlich zusätzlich.Wohlweislich hatte ich am Morgen ein Päckchen Kokoswasser eingepackt, dessen Inhalt ich nun trinken konnte. Über Kokoswasser hatte ich kurz vorher mal wieder gelesen und dann am Mittwochmorgen beschlossen, dessen kolportierte Eigenschaften an diesem Tag zu testen. Kokoswasser ist die Flüssigkeit, die vor allem junge Kokosnüsse enthalten und es enthält wohl außerordentlich viele Elektrolyte, die konzentrationsfördernd und energiespendend wirken. Da ich vermutlich einen gegenüber Durchschnittsmenschen deutlich erhöhten Bedarf bzw. Verbrauch an Elektrolyten habe, konnte es ja nicht schaden, das mal auszuprobieren. Was soll ich sagen. Der Effekt war deutlich zu spüren. Ich fühlte mich mich recht schnell deutlich fitter und konzentrierter. Ich habe mich so konzentriert wie länger nicht gefühlt, ein Effekt, der bis in den Abend angehalten hat. Toll.
Das zweite Aha-Erlebnis, was Ernährung angeht, hatte ich gleich am Donnerstag. Habe am Mittwochabend zum ersten Mal Chia-Pudding gemacht. Chia ist eine südamerikanische Salbeiart, deren
Samen enorm viele Nährstoffe enthalten und die für viele Stunden Energie liefern. Schon seit einiger Zeit streue ich über meinen Salat oft einen Esslöffel Chia-Samen. Am Mittwochabend habe ich mal wieder Rezepte gestöbert und bin auf Chia-Pudding gestoßen. Gleich mal folgendermaßen gemacht:

  • 250 ml
  • Sojamilch
  • 4 EL Chia-Samen
  • 1 TL Kakaopulver

Gut verrühren, kalt stellen, fertig. Frappierend war, wie schnell das wie fest wird. Chia-Samen
quellen mit Flüssigkeit stark auf und binden stark. Am nächsten Morgen probiert und noch

  • 1 TL Kakaopulver und
  • 2 TL Agavendicksaft

dazu gegeben. So schmeckt das schön schokoladig. Von diesem Pudding habe ich dann am Mittag gegessen und eine ähnliche Wirkung gespürt, wie vom Kokoswasser. Also eine leckere, gesunde und energiespendende Alternative zu üblichem Pudding. Genau mein Ding also. ;-)

Damit möchte ich diesen Post schließen, der gar nicht so kurz geworden ist.

Schöne Grüße
Jochen