Probefahrt Renault Twizy

Hallo zusammen,

Im Juli habe ich eine Probefahrt mit dem Renault Twizy mitgemacht. Der Twizy ist ein kleines Elektroauto, das primär für eine Person gedacht ist. Es gibt zwar einen zweiten Sitz, der hinter dem Fahrersitz angeordnet ist, jedoch ist das mehr ein Notsitz mit nicht sehr viel Komfort. Da man die Beine rechts und links des Fahrersitzes ausstrecken kann, ist der gebotene Platz in Ordnung und ich konnte während der etwa vierzigminütigen Probefahrt problemlos sitzen. Was man wissen sollte, ist, dass der Twizy keinen Kofferraum hat, sodass man entweder einen Beifahrer oder Gepäck mitnehmen kann.
Der Twizy hat eine Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern, die recht zügig erreicht wird. Überhaupt ist das Auto sehr agil und fahren damit macht viel Spaß. Es hat den kleinsten Wendekreis aller normal straßenzugelassenen Fahrzeuge und fährt sich dadurch und durch. das vergleichsweise hohe Anfahrmoment ein bisschen wie ein Kart. Im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren haben Elektromotoren ihr höchstes Drehmoment nämlich vom Start weg. Das sorgt mitunter für ein Gefühl, als würde man von einem Gummiband gezogen werden.
In der Grundausführung verfügt der Twizy nicht über Türen. Deswegen hat er spezielle Gurte, die verhindern, dass man herausfallen kann. Es gibt ihn jedoch mit Kunststofftüren, die nach oben aufschwingen. Das finde ich genial, da der Twizy dadurch sehr eng geparkt werden kann. Wie der Smart darf der kleine Renault quer geparkt werden. Die Türen haben Steckfenster, sodass der Twizy somit vergleichsweise “dicht” ist.

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Der Twizy hat einen Akku mit einer Kapazität von 6,5 Kilowattstunden, die für ungefähr 100 Kilometer Reichweite gut sein sollen. Er ist also eher nichts für Langstrecken, wofür er jedoch schon konzeptionell nicht gedacht ist. Aufgeladen wird der kleine Renault an der normalen Steckdose.
Vollladen des leeren Akkus dauert laut den Angaben zweieinhalb Stunden. Das finde ich ganz in Ordnung, vor allem angesichts dessen, dass er überall aufgeladen werden kann und man so auch mal fragen kann, ob man etwas Elektrofutter bekommt. Einmal “volltanken” kostet bei den derzeitigen Strompreisen unter zwei Euro, was für hundert Kilometer fahren schon sehr wenig ist.
Allerdings kommt zu den laufenden Kosten noch die Akkumiete hinzu, da Renault diese nicht mit dem Auto verkauft. Das sehe ich zwiespältig, finde es tendenziell nicht so gut, da die Akkumiete die eigentlich sehr niedrigen Unterhaltskosten je nachdem, wie viel man fährt, monatlich um 30 bis 70 Euro erhöht.
Zulassungsmäßig läuft der Twizy als Quad, wird also von offizieller Seite nicht als Auto angesehen. Das ist, finde ich, kein gutes Signal, da auf diese Weise der Gedanke näher liegt, dass es sich gar nicht um ein richtiges Auto handelt. Dabei braucht es doch mehr kleine, leichte Autos, die wenig Ressourcen verbrauchen.

Für Menschen, die oft allein und meist eher kürzere Strecken fahren, finde ich den Twizy eine gute Alternative zu einem konventionellen Auto. Wenn man nicht zu viel Wert auf Komfort legt, da dieser natürlich schon etwas eingeschränkt ist. Wenn man in einer Gegend lebt, wo es ein Car Sharing-Netz gibt und man so, wenn man mal “mehr Auto” benötigt, darauf zurück greifen kann, muss man auf nichts verzichten. Das ist das richtige Auto für die Energiewende: klein, leicht, daheim mit dem eigenen Solarstrom aufladbar.

Beste Grüße
der grüne Albatros

Ein Gedanke zu „Probefahrt Renault Twizy“

  1. You really make it appear so easy together with your presentation however I in finding this matter to be really one thing which I feel I would never understand. It seems too complicated and very extensive for me. I am having a look forward in your subsequent put up, I’ll attempt to get the hold of it!|

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